Die Sorgen werden nicht weniger

Hatte der EC Pfaffenhofen bereits während der ganzen Spielzeit mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, kommt es nun in der entscheidenden Saisonphase besonders knüppeldick. Schon die letzte Partie der Abstiegsrunde am vergangenen Sonntag in Buchloe konnten die Pfaffenhofener nur mit einer Rumpftruppe bestreiten und für die anstehende Play-Down-Halbfinal-Serie gegen die EA Schongau sieht es nicht viel besser aus. Diese Serie wird im Modus Best-of-Five ausgetragen, das heißt, diejenige Mannschaft, die zuerst drei Spiele für sich entscheiden kann, bleibt Bayernligist, der Verlierer muss im Play-Down-Finale weiter um den Klassenerhalt kämpfen.

Als Dritter der Abstiegsrundengruppe B hat der ECP am Freitag (20 Uhr) zunächst Heimrecht, ehe dann am Sonntag (17:30 Uhr) Spiel 2 in Schongau (Vierter Gruppe A) auf dem Programm steht. Die weiteren Termine wären dann am Freitag, 06.03. wieder in der Stadtwerke-Arena und wenn nötig, am Sonntag, 08.03. in Schongau und am Dienstag, 10.03. erneut in Pfaffenhofen. Damit kommt es im Halbfinale zum exakt gleichen Duell wie im Vorjahr, in dem sich Schongau in drei Siegen, davon zwei in Pfaffenhofen in der Overtime durchgesetzt hatte. Und erneut plagen den ECP auch dieses Mal vor diesem Vergleich Personalprobleme, allerdings noch deutlich größere als vor Jahresfrist. Fehlten damals drei wichtige Spieler, wird Markus Muhr dieses Mal wohl auf mindestens acht seiner Akteure verzichten müssen. Neben den fünf Langzeitverletzten wird es auch bei Anton Seidel, Marco Muhr und Luis Pfab am ersten Wochenende nicht reichen, bei einigen anderen ist es noch völlig offen. Deshalb könnte es durchaus sein, dass der ECP-Coach noch auf weitere Spieler der 1b-Mannschaft zurückgreifen muss. Aber egal, wie sich das Team letztendlich zusammensetzen wird, als krasser Außenseiter werden die Pfaffenhofener angesichts der Voraussetzungen auf jeden Fall an den Start gehen. Zumal Schongau wohl nahezu in Bestbesetzung antreten kann. Zumindest waren beim letzten Abstiegsrundenspiel in Geretsried alle Leistungsträger an Bord. Allen voran die drei Kontingentspieler Raivo Freidenfelds, Lukas Skvarek und Kurt Sonne, sowie die Routiniers Dominic Krabbat, Anton Zimmer und Dennis Gulda, den man noch Anfang Januar aus Braunlage geholt hatte. Sie alle stehen auch in der internen Scorerliste ganz oben. Dazu gesellt sich mit dem Kanadier Grayden Gottschalk sogar noch ein vierter Kontingentspieler, der sich immer wieder mit seinem Landsmann Sonne abwechselt. EAS-Coach Ty Morris, in der letztjährigen Serie noch selbst auf dem Eis, kann also fast aus dem Vollen schöpfen. Dennoch werden die Gastgeber natürlich alles versuchen, um erfolgreich in die Serie zu starten. Dass auch eine stark dezimierte ECP-Mannschaft in der Lage ist, dem Gegner mit Kampf und Einsatzwillen Probleme zu bereiten, haben jedenfalls die beiden Spiele am letzten Wochenende bewiesen.

Karl Oexler

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