Nichts zu bestellen in Waldkraiburg
Nichts zu bestellen gab es für den EC Pfaffenhofen am Freitag im ersten Spiel des Playdown-Finales. Nach einer erschreckend schwachen Vorstellung setzte es beim EHC Waldkraiburg eine deutliche 2:8 (0:2; 1:3; 1:3) Abfuhr, der damit den ersten von vier nötigen Siegen zum Klassenhalt einfahren konnte. Und dies auch völlig verdient, weil es die Pfaffenhofener den Löwen leicht machten, zum Erfolg zu kommen.
So genügte den Hausherren, die auf einige wichtige Spieler verzichten mussten, letztendlich eine durchschnittliche Leistung, um die über weite Strecken indisponierten Gäste in Schach zu halten. Zwar fehlten auch Coach Markus Welz weiterhin mehrere Akteure, sodass er nur fünf Verteidiger aufbieten konnte. Dafür standen im Angriff wieder mehr Alternativen zur Verfügung, nachdem nach David Felsöci auch Oliver Eckl nach langer Verletzungspause wieder ins Team zurückgekehrt war. Doch in der Offensive fehlte nahezu über die gesamte Spielzeit die Durchschlagskraft und in der Rückwärtsbewegung offenbarten die Gäste erhebliche Mängel. Dies führte dazu, dass die Löwen immer wieder zu erfolgversprechenden Kontern kamen, weil sie die neutrale Zone oft schnell und relativ ungestört überbrücken konnten. Die sich dadurch bietenden Räume nutzten die Hausherren, denen bei ihrem Führungstreffer allerdings auch das Glück zur Seite stand. Waldkraiburgs Torjäger Nico Vogl passte von hinter der Torlinie vor das Tor, traf dabei einen ECP-Verteidiger, von dem der Puck zunächst an Torhüter Jonathan Kornreders Maske sprang und von da ins Netz abgefälscht wurde (6.). Symptomatisch für das mangelhafte Defensivverhalten der Gäste dann jedoch der Treffer zum 2:0. Der vor dem Tor völlig allein gelassene Anthony Dillmann überwand Kornreder im Nachschuss, nachdem dieser seinen ersten Versuch noch parieren konnte (18.). Mit diesem 0:2 ging es zum ersten Mal in die Kabine, in der die Pfaffenhofener offenbar auch nach Wiederbeginn mit ihren Köpfen noch waren. Denn innerhalb von nur 21 Sekunden zogen die Löwen durch einen Doppelschlag von Felix Lode und Florian Maierhofer auf 4:0 davon (21.), zwei Treffer, bei denen den Torschützen wieder viel zu viel Raum gelassen wurde. Damit war schon nach 21 Minuten praktisch die Vorentscheidung gefallen, zumal Philipp Lode in der 28. Minute gar das 5:0 folgen ließ. Zwar kamen auch die Pfaffenhofener zu einigen Möglichkeiten, aber insgesamt waren die Bemühungen viel zu harmlos, um die Gastgeber ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Daran änderte auch der endlich einmal schön herausgespielte Anschlusstreffer von Robert Gebhardt nichts (33.). So zogen die Löwen auch im Schlussabschnitt ihr Spiel auf und erhöhten durch Andris Dzerins (44.) in Überzahl und Dillmann (46.) zunächst auf 7:1, ehe Elias Weber im Nachschuss Ergebniskosmetik betrieb (58.). Der Schlusspunkt blieb jedoch den Hausherren vorbehalten. Maierhofer traf kurz vor dem Ende bei eigener Unterzahl.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Pfaffenhofener an diesem Abend einen schlechten Tag erwischt hatten und in den nächsten Spielen wieder ein anderes Gesicht zeigen, denn sonst könnte die Frage nach dem Absteiger sehr schnell entschieden sein.
Karl Oexler
ERSTE: Kornreder, Marx, Muhr, Hätinen L., Koppitz, Wolf Mi., Münzhuber, Ullmann, Neubauer, Gebhardt, Eckl O., Seidel, Guft-Sokolov, Tlacil, Vrana, Felsöci, Weber, Schwirtzer
Tore: 1:0 (6.) Vogl (Cejka); 2:0 (18.) Dillmann (Mertz); 3:0 (21.) Lode F. (Lode P., Decker); 4:0 (21.) Maierhofer (Dillmann, Vogl); 5:0 (28.) Lode P. (Lier, Rott); 5:1 (33.) Gebhardt (Eckl, Weber); 6:1 (44.) Dzerins (Vogl, Decker 5:4); 7:1 (46.) Dillmann; 7:2 (58.) Weber (Gebhardt, Eckl); 8:2 (59.) Maierhofer (Dzerins, Cejka 4:5)
Strafen: EHC 10 ECP 10
Zuschauer: 568
ANMERKUNG:
Spiel 2 hat die ERSTE gestern gewonnen. Den Livebericht habt Ihr sicher schon gesehen.
Jetzt gibt es auch ein paar Fotos von Frank Stolle in der Galerie

