Letztes Aufgebot schlägt sich achtbar
Die Ausgangslage vor dem letzten Spiel der Abstiegsrunde war schon nach den Ergebnissen vom Freitag mehr als schwierig. Mit fünf Toren Unterschied hätte der EC Pfaffenhofen beim ESV Buchloe gewinnen müssen, um sich noch an den Pirates vorbeizuschieben und den Klassenerhalt perfekt zu machen. Doch spätestens am Spieltag wurde daraus ein nahezu aussichtsloses Unterfangen. Denn das Pech mit verletzten und erkrankten Spielern, das die Pfaffenhofener bereits während der gesamten Saison verfolgt hatte, bleibt ihnen auch in der entscheidenden Saisonphase treu. Zu den fünf Langzeitverletzten, die diese Spielzeit nicht mehr eingreifen können, erwischte es vor der Heimpartie gegen Burgau zunächst Kareem Hätinen und während der Begegnung seinen Bruder Liam. Am Sonntag mussten schließlich mit Jan Tlacil, Jakub Vrana und Anton Seidel auch noch die drei besten Scorer passen, sodass Markus Muhr auf insgesamt 10 Stammkräfte verzichten musste. Irgendwelchen Spekulationen, er hätte freiwillig auf die Spieler verzichtet, schob er gleich einen Riegel vor. “Alle sind angeschlagen oder krank. Der ein oder andere wollte spielen, aber es wäre unverantwortlich gewesen, sie einzusetzen. Ich hoffe nur, dass welche bis Freitag zurückkommen, aber auch das ist noch nicht sicher,“ stellte der Coach klar. Dann kommt es zu einer Neuauflage des letztjährigen Play-Down-Halbfinales, in dem es die Pfaffenhofener erneut mit der EA Schongau zu tun bekommen und am Freitag (20 Uhr) mit einem Heimspiel in die Serie starten.
Trotz der vielen Ausfälle schlug sich das letzte ECP-Aufgebot mit nur 13 Feldspielern, von denen auch noch Luis Pfab während der Partie aufgeben musste, bei der 1:4 (0:1; 0:0; 1:3) Niederlage durchaus achtbar. Erst ein Doppelschlag der Hausherren sieben Minuten vor dem Ende besiegelte die Niederlage. Lange hielten die mit 10 Spielern unter 23 Jahren angetretenen Gäste die Partie offen und lagen zur zweiten Pause lediglich mit 0:1 hinten. Für die Führung der Gastgeber hatte deren Torjäger Mateo Cabral in der Schlussminute des ersten Drittels gesorgt. Davor hatten auch die Pfaffenhofener, die versuchten, aus einer stabilen Defensive über Konter zum Erfolg zu kommen, durchaus die eine oder andere Möglichkeit. Auch im Mittelabschnitt standen die Gäste gut in der Abwehr und hatten in Fabio Marx einen sicheren Rückhalt im Tor. Erst in der 48. Minute war er zum zweiten Mal geschlagen, als Alexander Thiel seinen Schläger in einen Pass von Adriano Carciola hielt und damit Marx keine Chance ließ. Doch Kapitän Robert Neubauer brachte den ECP wieder heran. Nach Zuspiel von Elias Weber gab er David Blaschta im ESV-Tor mit einer Direktabnahme das Nachsehen. Die leise Hoffnung auf einen Teilerfolg für das Selbstvertrauen war jedoch schnell zunichte gemachte. Innerhalb von nur einer Minute sorgten Joey Lewis und Carciola für die Entscheidung in einer fairen Partie, in der die Schiedsrichter insgesamt nur 10 Strafminuten aussprechen mussten.
Karl Oexler
ERSTE: Marx, Kornreder, Muhr, Wolf Mi., Münzhuber, Sauer, Leonhardt, Ullmann, Neubauer, Gebhardt, Guft-Sokolov, Fichtenau, Weber, Pfab L., Schwirtzer
Tore: 1:0 (20.) Cabral (Carciola, Keller); 2:0 (48.) Thiel (carciola, Cabral); 2:1 (53.) Neubauer (Weber; Münzhuber); 3:1 (53.) Lewis (Cabral); 4:1 (54.) Carciola (Cabral, Nieberle)
Strafen: ESV 4 ECP 6
Zuschauer: 380


