ECP gleicht im Playdown-Finale aus

Der EC Pfaffenhofen hält den Kampf um den Klassenerhalt offen. Nach der herben 2:8 Abfuhr am Freitag im Auftaktmatch der Best-of-Seven-Serie beim EHC Waldkraiburg schlugen die Pfaffenhofener nur zwei Tage später zurück und schafften mit einem 4:2 (1:0; 1:2; 2:0) Erfolg auf heimischem Eis den Serienausgleich. 

Den rund 300 Zuschauern in der Stadtwerke-Arena wurde wahrlich kein Eishockey-Leckerbissen serviert. Eher erlebten sie ein typisches von Kampf und Nervosität geprägtes Abstiegsduell. Allerdings ließen die Gastgeber von Beginn an erkennen, dass sie es besser machen wollten als beim schwachen Auftritt vom Freitag. Durch die Rückkehr von Edgard Fichtenau und Kareem Hätinen standen dem ECP-Trainerduo Markus Welz und Michael Pfab noch zwei Alternativen mehr zur Verfügung als am Freitag, doch Letzterer musste während der Partie wieder aufgeben und auch Jakub Vrana kam letztendlich nicht zum Einsatz. Für ihn rückte Anton Seidel an die Seite von Jan Tlacil in die Formation und dies sollte sich schon früh auszahlen. Nach schöner Vorarbeit von Tlacil überwand Seidel Christoph Lode im Gästetor zur Führung (7.). Auch danach war die Partie geprägt von vielen Zweikämpfen, Fehlpässen und unnötigen Scheibenverlusten, allerdings ohne dass eine der beiden Mannschaften daraus hätte Kapital schlagen können. Zumal sich bei den wenigen Möglichkeiten beide Torhüter auf dem Posten zeigten. Wie sein Gegenüber war auch Jonathan Kornreder jederzeit hellwach. Kurz vor Drittelende jubelten die Gastgeber erneut, doch der Treffer wurde annulliert, weil der Puck offenbar mit dem Schlittschuh über die Linie befördert wurde.

„Im Vergleich zum Freitag haben wir heute die Scheibe viel öfter vor das Tor gebracht,“ war Pfab mit dem ersten Drittel seiner Mannschaft durchaus zufrieden. Die kam allerdings wie schon am Freitag etwas schläfrig aus der Kabine und die Gäste übernahmen zunächst die Initiative. Und wie in Waldkraiburg fing man sich nach einer Fehlerkette wieder früh einen Gegentreffer ein. Nach einem Fehlpass aus der Abwehr kam ein EHC-Verteidiger zum Schuss, der zwar geblockt wurde, doch dann bekam die Abwehr den frei liegenden Puck nicht geklärt und Anthony Dillmann sagte danke (22.). Und auch bei ihrer Führung profitierten die Gäste von einer unglücklichen Aktion der Gastgeber. Gerade als eine Strafzeit gegen die Löwen abgelaufen war, wurde ein Schussversuch von Anton Münzhuber von Nico Vogl geblockt, der anschließend vom ECP-Verteidiger bei seinem Alleingang nicht mehr entscheidend gestört werden konnte (31.).

Dafür verlief dann das dritte und letzte Überzahlspiel für den ECP an diesem Abend erfolgreicher. Einen herrlichen Querpass durch die Box jagte der in der Draisaitl-Position am rechten Bullypunkt lauernde Seidel per Direktabnahme in die Maschen. Im letzten Abschnitt hatten zwar die Gäste optisch etwas mehr vom Spiel, die ganz großen Möglichkeiten erarbeiteten sie sich allerdings auch nicht. Gute sechs Minuten vor dem Ende schlugen dann die Pfaffenhofener eiskalt zu. Nach einem gewonnenen Bully leitete David Felsöci, der damit wieder einmal bewies, wie sehr er der Mannschaft mit seiner langen Verletzungspause gefehlt hatte, den Puck geschickt auf Seidel weiter und der gab Lode zum dritten Mal an diesem Abend das Nachsehen.

Die verbleibende Zeit verteidigten die Hausherren ihren knappen Vorsprung erfolgreich, auch als Löwen-Coach Jürgen Lederer seinen Torhüter vom Eis nahm. Eine Minute vor Schluss beseitigte Tlacil die letzten Zweifel, als er von der eigenen Torlinie ins verwaiste Gästetor traf.

ERSTE: Kornreder, Marx, Muhr, Hätinen L., Koppitz, Wolf Mi., Münzhuber, Sauer, Ullmann, Neubauer, Gebhardt, Eckl O., Seidel, Guft-Sokolov, Hätinen K., Tlacil, Vrana, Fichtenau, Felsöci, Weber, Schwirtzer  

Tore: 1:0 (7.) Seidel (Tlacil, Felsöci); 1:1 (22.) Dillmann (Maierhofer, Vogl); 1:2 (31.) Vogl; 2:2 (39.) Seidel (Neubauer, Tlacil 5:4); 3:2 (54.) Seidel (Felsöci); 4:2 (60.) Tlacil (Kornreder ENG)

Strafen:  ECP   4    EHC   6

Zuschauer: 300

Foto: Frank Stolle

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