Enttäuschung trotz des Sieges

Einen deutlichen und verdienten 5:2 (1:1; 1:0; 3:1) Erfolg konnte der EC Pfaffenhofen am Freitag in seinem letzten Heimspiel der Abstiegsrunde gegen den ESV Burgau verbuchen. Dennoch wurde die Freude darüber schon kurz nach Spielende von der Enttäuschung verdrängt, als das Ergebnis des Parallelspiels feststand und klar war, dass die erhoffte Schützenhilfe aus Ulm ausgeblieben war. Die bereits geretteten Devils unterlagen nämlich dem ESV Buchloe mit 4:6, der damit seinen Vorsprung von drei Punkten gegenüber dem ECP behaupten konnte. Was für die Mannschaft von Markus Muhr zur Folge hat, dass sie nur mit einem Sieg mit fünf Toren Differenz am Sonntag in der abschließenden Partie in Buchloe noch an den Gastgebern vorbeiziehen und sich den Klassenerhalt sichern würden. Umso mehr schmerzt da natürlich der späte Ausgleichstreffer Ulms letzte Woche wenige Sekunden vor Spielende.

Schon vor der Partie war klar, dass die Pfaffenhofener beide Spiele des Wochenendes gewinnen und auf einen Punktverlust Buchloes in Ulm hoffen mussten. So war sowohl den Gastgebern als auch den Gästen aus Burgau, die mit zwei Siegen ebenfalls noch eine theoretische Chance gehabt hätten, die Nervosität deutlich anzumerken. Unnötige Scheibenverluste, technische Unzulänglichkeiten und ungenaue Zuspiele prägten die Anfangsphase. Dennoch hatten die Gäste zunächst mehr vom Spiel und gingen auch während der ersten Strafzeit gegen die Hausherren durch David Zachar in Führung (5.). Nur drei Minuten später folgte die Antwort durch den ECP, ebenfalls in Überzahl. Auf Zuspiel von Jan Tlacil und Liam Hätinen traf Robert Neubauer zum Ausgleich. Im späteren Spielverlauf musste Hätinen angeschlagen aufgeben mit der Folge, dass die Sorgenfalten bei seinem Trainer noch tiefer wurden. Denn schon vor dem Spiel hatte sein Bruder Kareem passen müssen, womit die Liste der Ausfälle auf nun sieben angewachsen ist.

Nach dem Ausgleich ergaben sich für beide Teams mehrere gute Möglichkeiten, doch im Gegensatz zu ihren oft fahrlässigen Vorderleuten waren beide Torhüter hellwach. Sowohl Burgaus Philipp Schnierstein als auch Jonathan Kornreder bewahrten ihre Mannschaften mehrmals vor einem Rückstand. Im zweiten Drittel wurde es zunehmend ruppiger, weil die Gäste viel Härte in die Partie brachten. So hatten Jakub Vrana, Anton Seidel und Michael Wolf Glück, dass sie sich bei den teils rüden Attacken nicht verletzten. „Ich bin sehr froh, dass meine Spieler ruhig geblieben sind und sich nicht zu Revanchefouls hinreißen ließen,“ sagte Muhr. So brachte ein Überzahlspiel die Führung für seine Mannschaft, als Robert Gebhardts Versuch noch von einem Burgauer Verteidiger abgefälscht wurde. Im Schlussabschnitt bekamen die Hausherren die Partie immer besser in den Griff und als ein misslungener Schuss der Gäste zu einer Vorlage für einen Konter Tlacils wurde, erhöhte der auf 3:1 (47.). Die nächste Strafe gegen den ESV brachte dann die Entscheidung. Torschütze war erneut Kapitän Neubauer auf Zuspiel von Anton Seidel.

Burgaus Coach Fabio Carciola versuchte nochmals alles, nahm schon gute vier Minuten vor dem Ende Schnierstein vom Eis, doch Tlacil traf ins leere Tor zum 5:1 (58.). Den Schlusspunkt setzten aber doch noch die Gäste mit einem kuriosen Treffer. Ein Schuss in die Rundung wurde an der Bande so abgelenkt, dass er vor dem Tor Sven Gäbelein auf den Schläger fiel und dieser nur noch einschieben brauchte, nachdem sich Kornreder und seine Abwehrspieler schon in die andere Richtung orientiert hatten.

Karl Oexler

ERSTE: Kornreder, Marx, Muhr, Hätinen L., Wolf Mi., Münzhuber, Sauer, Leonhardt, Ullmann, Neubauer, Gebhardt, Seidel, Guft-Sokolov, Tlacil, Vrana, Fichtenau, Weber, Pfab L., Schwirtzer  

Tore: 0:1 (5.) Zachar (Paakkola, Malysjev 5:4); 1:1 (8.) Neubauer (Tlacil, Hätinen L. 5:4); 2:1 (30.) Gebhardt (Neubauer, Tlacil 5:4); 3:1 (47.) Tlacil; 4:1 (51.) Neubauer (Seidel 5:4); 5:1 (58.) Tlacil (Gebhardt, Münzhuber ENG); 5:2 (59.) Gäbelein (Söldner, Bartuli)

Strafen:  ECP  8    ESV  18

Zuschauer: 300

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