ERSTE: Verstärkung für die Offensive

Mit Mathias Jeske (35) und Kresimir Schildhabel (28) erfährt nun die Offensive eine deutliche Aufwertung, kommt mit den beiden doch das Topskorer-Duo der letzten fünf Jahre des Landesligisten EV Fürstenfeldbruck an die Ilm.

Der beim HC Kladno in Tschechien ausgebildete Schildhabel und der gebürtige Münchener Jeske haben zusammen in gut 100 Spielen über 380 Skorerpunkte gesammelt. Dass sich die beiden nicht nur auf dem Eis gut verstehen, sondern auch außerhalb, war mit ein Grund, warum sie gemeinsam nach Pfaffenhofen kommen. Wobei Jeske bereits 2015/16 das ECP-Trikot trug, damals noch als Verteidiger und die Verbindung danach nie ganz abgerissen war. Die meiste Zeit seiner Karriere verbrachte er in der Bayernliga bei mehreren Vereinen, aber auch zwei Jahre in der Oberliga (Peiting, Landsberg) und zuletzt in Fürstenfeldbruck. Er ist damit der erfahrenste Spieler im Team von Carsten Gräber.

Sein Freund Schildhabel kann dagegen auf die Erfahrung von zwei Spielzeiten in der 3. Liga Tschechiens bauen. Er befindet sich zurzeit in der Trainerausbildung, wird das Nachwuchstrainerteam um Ales Dvorak verstärken und zukünftig die neu gebildete U20-Mannschaft übernehmen.

Auf ihre starke Abwehr konnte die 1b-Mannschaft des EC Pfaffenhofen schon die vergangene Saison in der Bezirksliga bauen. Obwohl oft ersatzgeschwächt, weil wegen der Verletzungsmisere beim Bayernligateam immer wieder Spieler dort aushelfen mussten, stellte sie eine der stärksten Abwehrreihen der Liga. Und schwächer wird die Defensive auch heuer beim Neuanfang des Vereins nicht besetzt sein. Nachdem die Abwehr fast komplett zusammengeblieben ist, kommt nun noch Verstärkung hinzu. Denn mit Michael Wolf (31) und Leon Koppitz (26) bleiben zwei weitere Spieler aus dem letztjährigen Bayernligakader dem ECP erhalten. Beide trugen bereits im Nachwuchs das ECP-Trikot, doch danach verliefen ihre sportlichen Laufbahnen höchst unterschiedlich Während Wolf seine bisherige Karriere ausschließlich bei seinem Heimatverein verbrachte, ging Koppitz als Junior für ein Jahr in die USA in die Western State Hockey League. Nach seiner Rückkehr schloss er sich aus Studiengründen dem ERSC Amberg an. Im Anschluss kehrte er dann 2024 nach Pfaffenhofen zurück. Beide sollen dazu beitragen, dass es für die Gegner weiterhin schwer ist, Tore zu erzielen. In vier Spielen des ECP letzte Spielzeit in der Bezirksliga fiel lediglich ein Treffer, was im Eishockey eher selten vorkommt. Dies belegt zwar zum einen die gute Abwehrarbeit, zeigt aber gleichzeitig auch auf, woran es der Mannschaft gefehlt hat, nämlich an der mangelnden Durchschlagskraft im Angriff.

Laut Abteilungsleiter Robert Huber sind damit noch fünf bis sechs Plätze im Kader offen. Einer davon soll durch einen zweiten hauptamtlichen Nachwuchstrainer besetzt werden, der im Idealfall auch die Mannschaft verstärken sollte.

Dafür steht heuer keiner der Torhüter, die letzte Saison im Bayernligateam zum Einsatz kamen, zur Verfügung. Während Steven Catelin, wie geplant, in seine französische Heimat zurückgekehrt ist, Lukas Usselmann sich auf seine Aufgabe als Torwarttrainer in den Nachwuchsabteilungen des ECP und ERCI konzentriert, Jonathan Kornreder aus privaten Gründen eine Pause einlegt, wechselt Youngster Fabio Marx zu einem Verein in der Landesliga. 

Karl Oexler

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