Entscheidende Phase im Kampf um den Klassenerhalt
Wie schon im Vorjahr muss der EC Pfaffenhofen auch heuer wieder im Playdown-Finale um den Klassenerhalt kämpfen. In einer Best-of-Seven-Serie ist dieses Mal der EHC Waldkraiburg der Gegner. Zum ersten Vergleich beider Teams kommt es am Freitag um 19 Uhr in Waldkraiburg, das zweite Duell findet dann am Sonntag (17:30 Uhr) in der heimischen Stadtwerke-Arena statt.
Diejenige Mannschaft, die in dieser Serie als erste vier Siege auf dem Konto hat, wird auch kommende Saison als Bayernligist an den Start gehen können, der Verlierer muss den Gang in die Landesliga antreten. Vor Jahresfrist erwischte es den ECP in einer dramatischen Serie im siebten Spiel gegen den ESV Buchloe, doch bekanntermaßen blieben die Pfaffenhofener durch den Aufstieg der Erding Gladiators in der Liga. Davon ist heuer nicht auszugehen, da kein Bayernligist den Aufstieg in die Oberliga anstrebt.
Mit dem EHC Waldkraiburg und dem ECP treffen zwei Traditionsvereine der Bayernliga aufeinander, die sich schon mehrmals in entscheidenden Duellen gegenüberstanden.
2008 holte sich der EHC in einer spannenden Finalserie mit einem Sieg im Penaltyschießen im letzten Spiel die Bayerische Meisterschaft.
2012 schickte der ECP die Löwen mit einem 2:1 Sieg in die Playdowns, die dann gegen Dorfen verlorengingen. Siegtorschütze war mit Eric Dylla ausgerechnet ein Spieler, der in dieser Saison aus Waldkraiburg nach Pfaffenhofen gekommen war.
Und zuletzt war es vor drei Jahren erneut der ECP, der mit einem 3:1 den Abstieg des EHC in die Landesliga besiegelte. Nun treffen also beide wieder aufeinander, für die Löwen die Chance, sich zu revanchieren. Allerdings hätte man im Waldkraiburger Lager wohl liebend gerne auf diese „Chance“ verzichtet, denn lange deutete absolut nichts darauf hin, dass die Löwen überhaupt in diese Situation kommen würden. Die Vorrunde endete für sie nämlich auf einem respektablen achten Tabellenplatz und die Playoffs verpasste man nur denkbar knapp durch ein 4:5 nach Verlängerung im dritten Spiel der Pre-Playoffs gegen Peißenberg. Dann geriet man jedoch in einen Abwärtsstrudel, beendete die Abstiegsrunde in seiner Gruppe auf dem letzten Platz und unterlag anschließend im Playdown-Halbfinale dem Hauptrundenletzten ESV Burgau in vier Spielen. Und dies, obwohl die Mannschaft, die ähnlich wie der ECP während der Saison vom Verletzungspech gebeutelt war, annähernd wieder komplett war. Im Gegensatz zum EHC kommt für die Pfaffenhofener das Playdown-Finale nicht so überraschend. Denn gerade in der entscheidenden Saisonphase hatte es das Team der Trainer Markus Muhr und Markus Welz mit bis zu 11 Ausfällen besonders hart erwischt. Etwas besser sieht es nun wieder für das Finale aus. Nachdem David Felsöci nach fast vier Monten Verletzungspause schon gegen Schongau sein Comeback gegeben hatte, könnten nun auch die zuletzt fehlenden Robert Gebhardt, Kareem Hätinen, Hannes Leonhardt und Marco Muhr wieder zurückkehren, Zwar fehlen mit den Langzeitverletzten (Steven Catelin, die Eckl-Brüder Alex und Oliver und Marlon Wolf) immer noch einige wichtige Spieler, aber seit langer Zeit stehen dem Coach nun wieder mehr Alternativen zur Verfügung. Für die ersten Spiele wird Markus Welz das Sagen an der Bande haben, weil Markus Muhr für 10 Tage beruflich in Asien weilt. Unterstützt wird er von Michael Pfab werden, der die Mannschaft schon letzte Saison in der Playdown-Serie betreut hatte.
Karl Oexler

