Ulm und Burgau erste Prüfsteine

Hatte der dichtgedrängte Terminplan der Bayernliga den Teams über Weihnachten schon keine Pause gegönnt, geht es auch zum Jahreswechsel nahtlos weiter. Bereits einen Tag nach Neujahr steht bereits der nächste Spieltag auf dem Programm und der hält für die ERSTE die Auswärtspartie beim VfE Ulm/Neu-Ulm parat (Spielbeginn: 20 Uhr). Am Sonntag (17:30 Uhr) folgt dann der erste Heimauftritt des Jahres gegen den ESV Burgau.

Möchte man über die Chancen des ECP in beiden Spielen spekulieren, ergibt ein Blick auf die Tabelle ein vermeintlich klares Bild. Zum Tabellensiebten nach Ulm reisen die Pfaffenhofener als klarer Außenseiter, während ihnen im Heimspiel gegen den Tabellenletzten wohl die Favoritenrolle zufällt. Doch so klar, wie es zunächst scheinen mag, sind die Rollen keineswegs verteilt. Denn die lange Zeit souverän auf einem direkten Play-Off-Platz liegenden Ulmer befinden sich seit einigen Wochen in einer Abwärtsspirale, während Burgau immer besser in der Liga anzukommen scheint. Nach zum Teil heftigen Niederlagen zu Saisonbeginn wurden zuletzt die Spiele immer enger. Und nach dem ersten Saisonsieg gegen Geretsried folgte am zweiten Weihnachtstag die große Überraschung mit dem Heimsieg im Lokalderby gegen Ulm. Diese Niederlage verschärfte die Krise bei den Devils noch weiter, denen nach nur einem Sieg aus den letzten sechs Spielen angesichts des Restprogramms gegen viele der direkten Konkurrenten sogar das Abrutschen in die Abstiegsrunde droht. Dabei hatte man sich im Dezember noch weiter verstärkt, nachdem nach Bohumil Slavicek mit Dominik Synek ein weiterer Spieler den deutschen Pass erhalten hatte und damit aus der Kontingentregelung gefallen war. Die freie Stelle hatte man sofort mit Mathias Rakell besetzt. Der 23jährige Schwede kam von den Ratinger Ice Aliens aus der Regionalliga West und soll mithelfen, das Ziel Play-Offs zu erreichen. Dazu müssen aber unbedingt die Punkte gegen den ECP her. Für das Team von Markus Muhr geht es in den verbleibenden Spielen der Hauptrunde nur noch darum, wieder in die Spur zu finden, nachdem in den letzten Spielen so gut wie gar nichts klappen wollte. So hofft man im Pfaffenhofener Lager, dass einige der zuletzt in Schongau fehlenden Spieler wieder einsatzfähig sind. Dort mussten zwei Verteidiger im Sturm aushelfen, weil kein gelernter Mittelstürmer mehr zur Verfügung stand. Mit Burgau kommt am Sonntag eine Mannschaft an die Ilm, die sich klar im Aufwind befindet und gegen eine zuletzt stark verunsicherte Pfaffenhofener Mannschaft ein nächstes Erfolgserlebnis anstrebt. Auch Burgau hat zur neuen Wechselperiode im Dezember nochmals nachgelegt. Neben den beiden Stürmern Tim Söldner (Landsberg) und Luca Imminger (Augsburg Nachwuchs) kam mit Emil Malysjev ein weiterer und damit der sechste Kontingentspieler. Der 27jährige schwedische Verteidiger ist ein echter Wandervogel. Ausgebildet in seiner Heimat bei HV 71 Jönköping hat er schon Stationen in Kanada, Russland, Norwegen und Kasachstan hinter sich. Wie schwer sich der ECP gerade gegen Teams aus der gleichen Tabellenregion tut, hat sich zuletzt bei der Heimniederlage gegen Amberg wieder gezeigt. Bleibt also nur zu hoffen, dass die Mannschaft bis zum Beginn der Abstiegsrunde wieder zur Form von Anfang Dezember findet.   

Karl Oexler

Der Weg nach Ulm ist dir zu weit? Kein Problem, wir haben den Liveticker

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