Rumpfteam ohne Chance gegen Play-Off-Teilnehmer

Ohne Chance war der EC Pfaffenhofen in seinem letzten Hauptrundenspiel. Gegen den HC Landsberg setzte es am Sonntagabend für die arg dezimierten Pfaffenhofener eine 0:6 (0:1; 0:2; 0:3) Heimniederlage. Während sich die Gäste mit dem Erfolg den vierten Platz in der Endabrechnung und damit das Heimrecht für das Play-Off-Viertelfinale sicherten, ging es für die Gastgeber tabellentechnisch um nichts mehr. Der 14. Platz stand schon vor der Begegnung fest, wodurch man es in der Abstiegsrunde mit Burgau, Buchloe und je nach Ausgang der Pre-Play-Offs entweder mit Waldkraiburg, Ulm oder Peißenberg zu tun bekommt. 

Die beginnt am 06.02. (der genaue Spielplan wird erst nach den Pre-Play-Offs veröffentlicht) und die zweiwöchige Pause bis dahin hat die Mannschaft von Markus Muhr auch dringend nötig. Denn die Personalsituation hat sich weiter zugespitzt. Neben den drei bis Saisonende ausfallenden David Felsöci, Marlon Wolf und Oliver Eckl droht dies nun auch Torhüter Steven Catelin, der sich in Buchloe verletzt hatte. Dazu fehlten gegen Landsberg auch noch Alex Eckl, Kareem Hätinen, Lukas Popela und Elias Weber. „Wir haben seit Wochen ein immer kürzer werdendes Line-Up, da fehlt dann am Ende oft die Kraft. Deshalb sollte uns auch die Pause guttun,“ hofft Muhr. Im Tor stand Fabio Marx, weil Jonathan Kornreder, ebenfalls angeschlagen, nur auf der Bank Platz nahm. Der 20jährige hinterließ einen starken Eindruck und machte etliche Chancen zunichte. Machtlos war er allerdings beim Führungstreffer der Gäste durch den Ex-Pfaffenhofener Tom Callaghan, als er sich nach einem Scheibenverlust an der gegnerischen blauen Linie allein drei Angreifern gegenübersah (5.) Bei diesem knappen Ergebnis blieb es bis zur ersten Pause, weil die Gastgeber gut dagegenhalten konnten. „Im ersten Drittel haben wir am besten mitspielen können. Da sind wir gut gestanden,“ sah das auch Muhr so und sein Landsberger Kollege Martin Hoffmann pflichtete ihm bei. „Da haben wir uns viel zu oft verzettelt und Pfaffenhofen Konter ermöglicht,“ kritisierte er. Doch die konnten keine der durchaus vorhandenen guten Möglichkeiten nutzen. Und auch in der Bewertung des zweiten Abschnitts waren sich beide Trainer einig, nämlich dass der Favorit zunehmend besser ins Spiel fand, während die Hausherren überwiegend in der Defensive beschäftigt waren. Und in der 23. Minute das 0:2 durch Linus Voit, der einen Rebound verwandelte, hinnehmen mussten. „Trotzdem haben wir noch lange gut dagegengehalten,“ konnte Muhr seiner Mannschaft eigentlich keinen großen Vorwurf machen. Erst 30 Sekunden vor der zweiten Pausensirene stellte Mika Reuter, der einen Schuss von Matthias Binder unglücklich für Marx abfälschte, die Weichen endgültig auf Sieg für die Gäste. Reuter war es dann auch, auf dessen Konto alle drei Landsberger Treffer im Schlussabschnitt gingen. Wobei sich bei den Gastgebern, die sich zu keiner Zeit hängen ließen, mehr und mehr auch der Kräfteverschleiß bemerkbar machte. „In der Phase, in der wir uns gerade befinden, brauchen wir Leute, die immer Hundertprozent geben. Das machen die Jungs und darum spielen sie auch,“ machte der ECP-Coach deutlich, auch in Zukunft auf seine jungen Spieler setzen zu wollen, Eine Aussage, die mit Applaus quittiert wurde.   

Karl Oexler

ERSTE: Marx, Kornreder, Muhr, Hätinen L., Koppitz, Wolf Mi., Münzhuber, Sauer, Leonhardt, Ullmann, Neubauer, Seidel, Tlacil, Vrana, Fichtenau, Pfab L., Schwirtzer  

Tore: 0:1 (9.) Pfab L. (Schwirtzer); 0:2 (14.) Ullmann (Seidel, Neubauer); 1:2 (21.) Horvath (Strobl, Egle); 1:3 (22.) Ullmann (Muhr, Neubauer); 2:3 (23.) Strobl (Horvath, Fuchs); 2:4 (35.) Vrana (Seidel, Wolf Mi.) 3:4 (39.) Horvath (Ott, Soukup 5:4); 4:4 (44.) Hüsken (Soukup); 4:5 (55.) Tlacil (Neubauer, Vrana 5:4); 5:5 (57.) Horvath (Egle, Frankenberg); 6:5 (58.) Soukup

Strafen:  ECP   8     HCL   10     

Zuschauer: 270

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