Hauptrunde auf der Zielgeraden

Die Hauptrunde der Eishockey-Bayernliga befindet sich auf der Zielgeraden. Zwei Spieltage stehen am kommenden Wochenende noch auf dem Programm, dann ist klar, wie es für die jeweiligen Teams weitergehen wird. Für den EC Pfaffenhofen, der am Freitag (20 Uhr) seine Auswärtspartie beim ESC Geretsried bestreiten wird und der am Sonntag zum Heimspiel den HC Landsberg erwartet, steht ja bereits seit längerer Zeit fest, dass er in der Abstiegsrunde um den Klassenerhalt kämpfen wird müssen. Spielbeginn ist wie bei allen Spielen am letzten Spieltag 18 Uhr.

Dort könnten die Pfaffenhofener dann erneut auf den Gegner vom Freitag treffen, denn auch der ESC Geretsried hat keine Chance mehr, sich zumindest für die Pre-Play-Offs zu qualifizieren, in denen neben den sechs fixen Play-Off-Startern noch zwei weitere gesucht werden. Da half auch ein Schlussspurt mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen nichts, zu groß ist der Abstand auf Platz 10, der noch zur Teilnahme berechtigen würde. Die Riverrats sind als Dreizehnter Tabellennachbar des ECP, dies allerdings mit einem satten Abstand von 16 Punkten. Auffallend ist, dass sämtliche Partien des ESC im neuen Jahr sehr eng waren und jeweils nur mit einem Tor Unterschied entschieden wurden. Angesichts der durchaus für Aufsehen sorgenden starken Neuzugänge wie Toptorhüter Korbinian Sertl (Peißenberg) oder Oberligaakteuren wie Christoph Frankenberg (Riessersee), Niko Fissekis (Bad Tölz), Moritz Schug (Halle) und Oliver Ott (Herne) hatte man sich beim ESC sicherlich etwas mehr erhofft. Zumal während der Saison mit der Reaktivierung von Routinier Florian Strobl und der Verpflichtung des Schweden Anton Egle der Kader nochmals aufgewertet wurde. Dass man sich trotz all dieser Anstrengungen gegenüber dem Vorjahr nicht verbessern konnte, ist ein Beleg mehr dafür, wie stark die Bayernliga inzwischen geworden ist. Geretsried ist sehr ausgeglichen besetzt, kein Spieler ist unter den besten 25 Skorern der Liga zu finden. Trotzdem verfügen die Riverrats über die beste Offensive all derjenigen Mannschaften, die bereits als Teilnehmer der Abstiegsrunde feststehen. 

Wie bei Geretsried rangiert auch kein Landsberger in der Scorerliste unter den Top 25, bester ist der aus Königsbrunn zurückgekehrte Mika Reuter mit 37 Punkten. Allerdings verfügt der HCL über neun Spieler mit mehr als 20 Punkten, darunter der Ex-Pfaffenhofener Tom Callaghan. Im Vergleich dazu hat diese Marke beim ECP neben den beiden Topscorern Jan Tlacil und Jakub Vrana bisher lediglich Anton Seidel erreicht. In diesem Zusammenhang ist es natürlich besonders bitter, dass die Pfaffenhofener bis Saisonende mit den Langzeitausfällen David Felsöci, Marlon Wolf und Oliver Eckl auf drei starke Angreifer verzichten müssen.  Derzeit liegt Landsberg als Vierter auf einem scheinbar sicheren Play-Off-Platz. Doch dieser Tabellenstand könnte sich durchaus als trügerisch erweisen, denn der Abstand zum Achten beträgt lediglich vier Punkte. Die Landsberger brauchen also noch ein paar Zähler, um sicher qualifiziert zu sein. Schon am Sonntag hätte man alles klar machen können, leistete sich aber eine Heimniederlage gegen Schongau nach zuvor sieben Siegen in acht Spielen. Obwohl die Form natürlich klar für die Gäste spricht, will der ECP möglichst den letztes Wochenende angedeuteten Aufwärtstrend im Hinblick auf die bevorstehende Abstiegsrunde fortsetzen. Der Fokus dürfte dabei vor allem auf die defensive Stabilität gerichtet sein. 

Karl Oexler

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