Fast eine Sensation
4:8 endete das erste BEL-Spiel der ERSTEN in dieser Saison, als der Vizemeister Königsbrunn der Stadwerke-Arena seine Aufwartung machte. Heute also findet das Rückspiel statt – mit klar definierten Rollen. Aber es kommt eine ganzes Stück anders, als erwartet.
Das Spiel ist bis zum Schluss hart umkämpft, am Ende kann sich der Favorit mit 6:5 durchsetzen.
Das schnellste Tor ever?
Bei 00:14 geht unsere ERSTE beim haushohen Favoriten EHC Königsbrunn in Führung. Das Tor erzielt Jan Tlacil auf Vorlage von Marlon Wolf und Jakub Vrana. Auch in dieser Partie baut Markus Muhr auf Steven Catelin im Tor, auf den wahrscheinlich ein arbeitsreicher Abend zukommen wird.
Und jetzt wird es wirklich interessant. Die ERSTE erhöht tatsächlich auf 0:2! Der „andere“ Wolf (Michael) bringt die Scheibe zu Anton Münzhuber und Robert Neubauer netzt in der 10 Spielminute ein. Königsbrunn ist jetzt auch in der Partie und erzielt in der 13. Minute den Anschlusstreffer. Den Vorteil einer Überzahl macht Hannes Leonhardt zu Nichte, als er nach 3 Sekunden eine Strafe wegen Behinderung nimmt (nehmen muss?). Es geht also fast zwei Minuten lang vier gegen vier weiter. Durch ein Haken von Marlon Wolf gerät die ERSTE bei 15:20 in Unterzahl, die unsere Spieler unbeschadet überstehen. Aber es wird trotzdem nichts mit dem Drittelgewinn, Königsbrunn kann in der 20. Minute ausgleichen.
Königsbrunn dreht das Spiel
In der 25. Minuter dreht Königsbrunn das Spiel. Es steht jetzt 3:2. 31. Minute: Strafe gegen Königsbrunn! Die Chance zum Ausgleich kann die ERSTE aber leider nicht nutzen. Den schafft dann aber Jan Tlacil in der 36. Minute mit seinem zweiten Treffer heute. Asiistiert wird er dabei vom selben Team wie beim 0:1: Jakub Vrana und Marlon Wolf. Alleridngs muss der eben auch schon erwähnte Michael Wolf eine Minute später auf die Strafbank wegen Beinstellen. Die Chance, erneut in Führung zu gehen, lässt sich Königsbrunn nicht nehmen und geht bei 37:19 erneut in Führung. Dann haben die Pfaffenhofener auch noch zu viele Spieler auf dem Eis. Die Strafe sitzt der bei unserem Nachwuchs, wo er Head Coach Aleš Dvořák unterstützt, sehr beliebte Adam Hilser ab.
Mit noch 19 Sekunden Überzahl für Königsbrunn geht es beim erfreulich knappen Spielstand von 4:3 ins letzte Drittel. Bei 46:26 erzielt der Gastgeber das 5:3.
Viele Strafzeiten
Das Spiel wird härter, zwischen der 48. und 51. Spielminute häufen sich die Strafen (4 Königsbrunn, 2 ECP). Und tatsächlich kann Jan Tlacil mit seinem jetzt dritten Treffer in doppelter Überzahl auf 5:4 verkürzen (50:28). Jakub Vrana lieferte seine dritte Vorlage, der zweite Assistent war Robert Neubauer. Doch die Hoffnung wurde keine zwei Minuten später durch das 6:4 wieder gedämpft. Zwei Minuten vor Schluss erhält der Königsbrunner Farny fünf Minuten plus Spieldauer wegen eines Checks gegen das Knie.
Geht da noch was? Ja, es geht noch was, aber es reich nicht: Robert Neubauer kann bei 58:35 noch auf den Endstand von 6:5 verkürzen (Assists gehen an: Jakub Vrana und Marlon Wolf).


