ERSTE weiterhin im Tief
Beim EC Pfaffenhofen ist weiterhin keine Besserung in Sicht. Auch am Sonntag in der Partie bei der EA Schongau fanden die Pfaffenhofener keinen Weg aus der Krise und unterlagen klar und deutlich mit 0:6 (0:1; 0:3; 0:2). Im ersten Drittel konnten die Gäste noch gut dagegenhalten, doch zur zweiten Pause war die Frage nach dem Sieger praktisch beantwortet.
Ohne fünf Stürmer
Musste man zuletzt schon auf dem Eis immer wieder Rückschläge hinnehmen, ist inzwischen auch die Ausfallliste wieder länger geworden. „Das soll jetzt absolut keine Ausrede sein, aber ich hatte heute keinen Mittelstürmer auf dem Eis und musste zwei Verteidiger Center spielen lassen. Die Jungs wollen und machen, aber dann schleichen sich die Fehler ein, wir sind verunsichert und nichts klappt mehr,“ sprach Markus Muhr die derzeitige Misere an. Neben den Langzeitverletzten David Felsöci und Marlon Wolf fehlten dem Coach mit den erkrankten Robert Neubauer, Lukas Ullmann und Kareem Hätinen fünf Angreifer, sodass er Lukas Popela und Marc Sauer nach vorne beordern musste, um drei komplette Angriffsreihen aufbieten zu können. Und im Auftaktdrittel konnten die neu zusammengestellten Formationen die Partie weitgehend offen gestalten. Am gefährlichsten waren die Hausherren dann, wenn ein ECP-Spieler auf der Strafbank saß. Dreimal war dies in diesem Abschnitt der Fall, doch noch stand die Abwehr gut und hatte in Jonathan Kornreder einen starken Rückhalt im Tor. So überstanden die Gäste die Unterzahlsituationen schadlos. Beinahe zumindest, denn just in der Sekunde, als Jakub Vrana auf das Eis zurückkam, trafen die Mammuts durch Routinier Dominic Krabbat dann doch noch – gerade einmal zwei Sekunden vor der Pausensirene, aus Sicht des ECP natürlich ein ganz bitterer Gegentreffer.
0:1 verleiht Schongau Schwung
Ganz anders die Gemütslage natürlich bei den Hausherren. „Das Tor hat bei uns in der Kabine für eine positive Stimmung gesorgt,“ bestätigte Schongaus Trainer Ty Morris, der im zweiten Abschnitt erfreut feststellen konnte, dass seine Mannschaft zunehmend die Initiative übernahm und in der 25. Minute auf 2:0 erhöhte. Mit einem klasse Zuspiel aus der Abwehr auf die Reise geschickt, ließ Lukas Skvarek Kornreder keine Abwehrchance. Als dann gleich anschließend Lukas Popela auf die Strafbank musste, nutzten die Hausherren ihre Überzahl durch David Moor zum 3:0. Nach diesem Doppelschlag machte sich die Verunsicherung bei den Gästen erst recht bemerkbar, die sich beim überragenden Kornreder bedanken konnten, der mit mehreren spektakulären Rettungsaktionen einen höheren Rückstand verhinderte. Geschlagen geben musste er sich erst wieder kurz vor Drittelende, als man Raivo Freidenfelds und Skvarek viel zu viel Raum ließ und letzterer bereits zu mehr als nur zur Vorentscheidung traf. Denn mit dem Gefühl des klaren Vorsprungs im Rücken ließen die Schongauer auch im letzten Drittel nichts mehr anbrennen, zumal sich die Pfaffenhofener wohl auch mit der Niederlage bereits abgefunden hatten. Die beiden Treffer der Mammuts in den Schlussminuten hatten somit allenfalls noch statistischen Wert.
Karl Oexler
ERSTE: Marx, Kornreder, Muhr, Hätinen L., Koppitz, Popela, Wolf Mi., Münzhuber, Leonhardt, Eckl A., Eckl O., Seidel, Sauer, Tlacil, Vrana, Fichtenau, Weber;
Tore: 1:0 (20.) Krabbat (Freidenfelds, Schmid 5:4); 2:0 (25.) Skvarek (Schubert); 3:0 (25.) Moor (Skvarek, Freidenfelds 5:4); 4:0 (38.) Skvarek (Freidenfelds, Zink 4:5); 5:0 (52.) Schubert (Zimmer, Eberle); 6:0 (56.) Gottschalk (Seewald, Schubert)
Strafen: EAS 8 ECP 10
Zuschauer: 300


