ERSTE: Schwierige Personalsituation
Seit Dienstag stehen in der Eishockey-Bayernliga mit Abschluss der Pre-Play-off-Spiele auch die beiden letzten Teilnehmer an der Abstiegsrunde fest. In zwei spannenden Serien, die beide über drei Spiele gingen, setzten sich Peißenberg gegen Waldkraiburg und Miesbach gegen Ulm durch. Während die beiden Sieger in die Play-offs eingezogen sind, geht es für die Verlierer in der Abstiegsrunde um den Klassenerhalt. Der VfE Ulm/Neu-Ulm vervollständigt somit die Gruppe B mit dem EC Pfaffenhofen, ESV Buchloe und ESV Burgau.
Zum Auftakt der Runde mit sechs Spielen (jeweils Hin-und Rückspiel) erwartet der ECP am Freitag (20 Uhr) zunächst den ESV Buchloe und tritt dann am Sonntag (18.30 Uhr) beim ESV Burgau an. Die beiden Ersten jeder Gruppe können den Klassenerhalt feiern. Die beiden Letzten müssen dagegen in das Play-down-Halbfinale, in dem über Kreuz mit der Gruppe A die beiden Teilnehmer am Play-down-Finale ausgespielt werden. Erst der Verlierer dieser Partie steigt dann in die Landesliga ab. Vergangene Saison erwischte es ja den ECP, der dem ESV Buchloe in einer über die volle Distanz von sieben Spielen laufenden, dramatischen Serie unterlegen war. Letztendlich blieben die Pfaffenhofener aber Bayernligist, weil die Erding Gladiators den Aufstieg in die Oberliga schafften und von dort kein Verein in die Bayernliga abgestiegen war.
Und auch heuer sieht es für den Dino, der von allen Bayernligisten die meisten Jahre in dieser Liga verbracht hat, nicht gut aus. Die Pfaffenhofener werden als krasser Außenseiter in die anstehenden wichtigen Entscheidungen gehen. Grund hierfür ist nicht zuletzt das enorme Verletzungspech, das die Mannschaft von Markus Muhr schon seit Saisonbeginn verfolgt. Auch für die Abstiegsrunde fallen eine Reihe Leistungsträger aus. Dazu hat man sich von dem erst als Ersatz für den nach Amberg abgewanderten Christoph Eckl verpflichteten Lukas Popela wieder getrennt. „Das hat einfach nicht gepasst“, kommentierte Abteilungsleiter Robert Huber knapp. Entsprechend wird Muhr wohl erneut auf jungen Spieler der 1b-Mannschaft zurückgreifen müssen, um drei komplette Blöcke aufbieten zu können.
ESV Burgau mit sieben Kontigentspielern
Und während beim ECP das Line-Up immer kürzer wurde und Nachverpflichtungen (Ausnahme Popela) ausgeblieben sind, haben die meisten anderen Teams nochmals kräftig nachgelegt. Allen voran der ESV Burgau, der seine bisher schon beachtliche Reihe von Kontingentspielern (Burgau ist neben Schweinfurt der einzige Verein, der sich nicht freiwillig auf drei solcher Spieler beschränkt hat) noch um weitere drei erweitert hat. Zuletzt wurden noch der Schwede Emil Malisjev, der Finne Mikko-Matti Paakkola und für das Tor der Lette Gustavs Samitis verpflichtet. Somit stehen beim ESV inzwischen sieben Spieler ohne deutsche Staatsangehörigkeit im Kader. Dies alles hat letztendlich dazu geführt, dass der zu Saisonbeginn noch sichtlich überforderte Aufsteiger mit überraschenden Erfolgen hat aufhorchen lassen.
Auf eine weitgehend eingespielte Mannschaft setzt der VfE Ulm/Neu-Ulm, doch auch an der Donau hat man nochmals nachgerüstet. Nachdem der Tscheche Dominik Synek den deutschen Pass erhalten hat, wurde die freie Kontingentstelle mit dem Schweden Mathias Rakell nachbesetzt. Letzte Saison noch in den Play-offs, müssen die Ulmer heuer gegen den Abstieg kämpfen. Auch ein Beleg dafür, wie stark die Liga geworden ist.
Das musste auch der ECP-Auftaktgegner Buchloe erfahren. Der ESV, in den letzten Jahren die Mannschaft, mit der sich der ECP mit Abstand am häufigsten duelliert hat, machte vor der Saison Schlagzeilen mit zum Teil namhaften und spektakulären Neuzugängen. Allein vom Zweitligisten ESV Kaufbeuren kamen mit Alexander Thiel, Dieter Orendorz und Joey Lewis drei Spieler, die zusammen rund 550 DEL- und knapp 1000 DEL2-Spiele vorweisen können. Und wie fast alle Vereine hat auch Buchloe mit dem Kanadier Mateo Cabral nochmals nachgelegt. Dennoch reichte es nicht einmal für die Pre-Play-offs. Zuletzt musste der ESV allerdings auch einen Rückschlag verkraften, denn der Amerikaner Demeed Podrezov hat diese Woche kurzfristig den Verein verlassen müssen.
Christoph Enzmann hat ERSTE-Trainer Markus Muhr für den Pfaffenhofener Kurier interviewt. Das komplette Interview findet ihr im PK


