Doppelvergleich mit Ulm
Ein Doppelvergleich gegen den VfE Ulm/Neu-Ulm steht für den EC Pfaffenhofen an den Spieltagen drei und vier der Bayernliga-Abstiegsrunde auf dem Programm. Zunächst treffen beide Mannschaften am Freitag (20 Uhr) in Neu-Ulm aufeinander, am Sonntag (17:30 Uhr) kommt es dann zur Revanche in Pfaffenhofen.
„Es darf sich jetzt keiner mehr verletzen,“ hatte Markus Muhr noch vor Beginn der Serie gehofft, doch bereits nach dem zweiten Spiel sind die Sorgenfalten des ECP-Trainers noch tiefer geworden. Neben den vielen Langzeitverletzten droht nun auch noch der Ausfall von Torjäger Jan Tlacil, nachdem er sich beim letzten Spiel in Burgau eine Verletzung zugezogen hat. Und auch Fabio Marx konnte nicht trainieren, sodass mit Jonathan Kornreder nur ein gesunder Torhüter während der Woche zur Verfügung stand.
Um den Kader in der Breite zu ergänzen und zumindest immer drei komplette Blöcke aufbieten zu können, stoßen ab sofort mit Robert Gebhardt und Wassilij Guft-Sokolov zwei ehemalige ECP-Spieler zum Team und werden auch am Wochenende schon zum Einsatz kommen. Beide spielten diese Saison aus familiären bzw. beruflichen Gründen beim Bezirksligisten ESV Dachau, bringen aber dennoch jede Menge Bayernliga-Erfahrung mit. Jedenfalls ist man im Lager des ECP froh, dass sich beide bereit erklärt haben, der Mannschaft in dieser schwierigen Situation zu helfen.
Ganz klarer Favorit in diesem Doppelvergleich ist der VfE Ulm/Neu-Ulm. Und dies nicht nur wegen der Probleme, mit denen der ECP derzeit zu kämpfen hat. Die Devils belegten nach der Hauptrunde den 10. Platz und mussten sich in den Pre-Play-Offs dem TEV Miesbach in drei engen Spielen geschlagen geben. Doch anders als der andere Verlierer der Pre-Play-Offs, der EHC Waldkraiburg, der zum Auftakt der Abstiegsrunde zwei Niederlagen hinnehmen musste, können sich die Ulmer über einen optimalen Start freuen. Mit zwei Erfolgen gegen Burgau und Buchloe hat sich die Mannschaft von der Donau eine hervorragende Ausgangsposition verschafft und könnte mit zwei weiteren Siegen gegen den ECP den Klassenerhalt praktisch schon perfekt machen. Dies möchten die Pfaffenhofener verständlicherweise natürlich verhindern, denn jeder Punktgewinn gegen den Favoriten würde die Ausgangslage für die Kreisstädter vor den beiden abschließenden Begegnungen gegen Burgau und Buchloe am nächsten Wochenende deutlich verbessern. Mut macht da vor allem der letzte Auftritt Anfang Januar in Ulm, als man beim 4:5 nach Verlängerung immerhin einen Zähler mit nach Hause nehmen und dabei sogar einen zwischenzeitlichen 1:4 Rückstand noch aufholen konnte. Zwar fehlten da bei den Gastgebern mit Verteidiger Simon Klingler und Martin Podesva zwei wichtige Spieler, aber auch der ECP hatte da schon etliche Ausfälle zu beklagen. Was die beiden ersten Spiele der Abstiegsrunde aber auf jeden Fall gezeigt haben, ist die Tatsache, dass die Mannschaft um Kapitän Robert Neubauer in dieser schwierigen Phase noch enger zusammengerückt ist und alles in die Waagschale werfen wird, um vielleicht gegen die favorisierten Ulmer eine Überraschung zu schaffen.
Karl Oexler

