Weiter im Rennen
Mit einem 5:2 (1:0; 2:1; 2:1)-Erfolg am Sonntagabend beim ESV Burgau hat der EC Pfaffenhofen drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Eishockey-Bayernliga verbuchen können. Nach dem bitteren wie auch unglücklichen 1:4 vom Freitag gegen den ESV Buchloe hätte eine weitere Niederlage die Pfaffenhofener bei nur sechs Spielen in der Abstiegsrunde schon arg ins Hintertreffen gebracht.

Markus Muhr hatte den gleichen Kader wie zwei Tage zuvor aufgeboten. Er musste weiterhin auf fünf verletzte Stammspieler verzichten, allerdings stellte er die Angriffsreihen etwas um. Die dritte Formation bildeten die kampfstarken Youngsters aus der 1b-Mannschaft, dafür wechselte Kareem Hätinen in die Reihe mit Jakub Vrana und Jan Tlacil. Letzterer rückte von außen auf die Centerposition. „Das war eines der besten Spiele von Jan, seit ich hier Trainer bin“, lobte der ECP-Coach anschließend – auch wenn dem Torjäger dieses Mal ein Treffer versagt blieb. Dafür ackerte er unermüdlich in der Defensive und blockte wie Vrana etliche Schüsse.
Dies war mit ein Grund dafür, dass die Gastgeber den erneut sehr sicheren Jonathan Kornreder im ECP-Tor nur zweimal bezwingen konnten, beide Male in Überzahl. Und vorne fielen die Treffer, weil die Stürmer nach Abschlüssen konsequent nachsetzten. „Endlich haben wir einmal die Scheiben mehr Richtung Tor gebracht“, freute sich Muhr, nachdem seine Mannschaft in vielen Spielen zuvor teilweise viel zu umständlich agiert hatte.
ECP-Abwehr agiert bissig in den Zweikämpfen
So hatten die in Bestbesetzung mit allen sieben Kontingentspielern und dem letzten Neuzugang Nikolas Oppenberger angetretenen Hausherren von Beginn an Mühe mit dem einfachen und gradlinigen Spiel der Gäste. Die gingen nach knapp acht Spielminuten durch Anton Seidel in Führung, als er den Letten Gustavs Samitis im ESV-Tor im Nachsetzen überwand. Dieser Rückstand machte die Aufgabe für die Eisbären, die nach der Niederlage vom Freitag in Ulm schon einen gewissen Druck verspürten, nicht unbedingt leichter. Zumal die ECP-Abwehr bissig in die Zweikämpfe ging und nur wenig zuließ. So nahmen die Gäste die knappe Führung mit ins zweite Drittel, in dem Vrana mit einem platzierten Schuss aus dem linken Bullykreis das 0:2 besorgte (24.) Dieser Treffer drückte merklich auf die Stimmung beim lautstarken Burgauer Anhang. Dies umso mehr, als Lukas Ullmann für den ECP auf 0:3 stellte (36.).
Dann aber musste Maddox Schwirtzer auf die Strafbank und dies nutzte der Finne Mikko-Matti Paakkola zum Anschlusstreffer (38.). Die Hoffnung der fast 700 ESV-Fans erhielt gleich zu Beginn des Schlussabschnitts neue Nahrung, als ihrer Mannschaft ein Penalty zugesprochen wurde. Der wurde aber vergeben und kurz darauf baute Liam Hätinen mit einem Treffer in Überzahl den Vorsprung wieder aus (1:4, 45.). Zwar konnte Andreas Wiesler nur eine Minute später mit zwei Mann mehr auf dem Eis postwendend wieder verkürzen (46.), doch nachdem die Pfaffenhofener eine weitere zweiminütige doppelte Unterzahl sechs Minuten vor dem Ende schadlos überstanden hatten, brachten sie den wichtigen Erfolg sicher über die Zeit.
Burgau nimmt Keeper vom Eis – 2:5
Auch die Maßnahme von Burgaus Trainer Fabio Carciola, seinen Torhüter vom Eis zu nehmen, fruchtete nicht mehr. Im Gegenteil. Mit einem Treffer ins verwaiste Tor sorgte Ullmann für den 5:2-Endstand aus Pfaffenhofener Sicht.
ERSTE: Kornreder, Marx, Muhr, Hätinen L., Wolf Mi., Münzhuber, Sauer, Leonhardt, Ullmann, Neubauer, Seidel, Hätinen K., Tlacil, Vrana, Fichtenau, Weber, Pfab L., Schwirtzer
Tore: 0:1 (8.) Seidel (Neubauer, Ullmann); 0:2 (24.) Vrana (Hätinen K., Tlacil); 0:3 (36.) Ullmann (Neubauer, Seidel); 1:3 (38.) Paakkola (Ballner, Malysjev 5:4); 1:4 (45.) Hätinen L. (Neubauer, Tlacil 5:4); 2:4 (46.) Wiesler (Vehkakoski, Gäbelein 5:3); 2:5 (60.) Ullmann (Seidel, Hätinen L. ENG)
Strafen: ESV 10 – ECP 14
Zuschauer: 670
Foto: Ralph Steffen

