Gegner unter Zugzwang
Mit zwei weiteren Gegnern, die jeden Punkt dringend benötigen, bekommt es der EC Pfaffenhofen am vorletzten Wochenende der Bayernliga-Hauptrunde zu tun. Am Freitag (20 Uhr) ist der EHC Waldkraiburg zu Gast in der Stadtwerke-Arena, ehe dann am Sonntag (17 Uhr) die Auswärtsbegegnung beim ESV Buchloe auf dem Programm steht. Beide Kontrahenten stecken noch mittendrin im Kampf um die Pre-Play-Offs, für Waldkraiburg winkt vielleicht sogar noch die direkte Qualifikation für die Play-Offs.
Waldkraiburg
Zwei Punkte beträgt der Abstand der Löwen auf den begehrten 6. Tabellenplatz, der nicht nur die direkte Qualifikation bedeuten würde, sondern auch den vorzeitigen Klassenerhalt. Mit Ausnahme der Partie in Pfaffenhofen trifft der EHC in den restlichen Spielen nur noch auf direkte Konkurrenten. Übrigens genauso wie der ESV Buchloe, der allerdings mit dem derzeitigen elften Tabellenplatz die deutlich schlechtere Ausgangsposition hat. Beiden gemeinsam ist auch die Tatsache, dass man zuletzt gegen das damalige Schlusslicht Burgau Niederlagen einstecken musste und damit wichtige Zähler eingebüßt hat, die in der Endabrechnung fehlen könnten. Umso mehr darf man sich einen weiteren Ausrutscher gegen einen Außenseiter nicht mehr leisten. Für die Pfaffenhofener ist schon seit längerer Zeit die Abstiegsrunde gebucht, sodass der Druck also eindeutig auf dem jeweiligen Gegner lastet. Für Waldkraiburg hatte das neue Jahr eigentlich optimal begonnen. Drei Siege in Folge standen zu Buche, darunter der Erfolg gegen Spitzenreiter Schweinfurt, ehe dann letzten Sonntag in Burgau ein Rückschlag folgte. Die Löwen verfügen über einen Kader mit vielen erfahrenen Spielern. Schillerndster Name ist sicherlich Andris Dzerins. Der inzwischen 37jährige Lette nahm für sein Heimatland an 12 A-Weltmeisterschaften und einmal an Olympischen Spielen teil. Viele Jahre verbrachte er in verschiedenen europäischen Topligen, u.a. in der russischen KHL, wo er für Dinamo Riga 385 Partien bestritt. Mit 45 Punkten liegt er teamintern allerdings nur auf Rang drei der Scorereliste. Vor ihm liegen noch Jakub Sramek (49) und Nico Vogl (56), auf Platz vier einziger deutscher Spieler unter den besten zwanzig Scorern der Liga.
Freitag Blaulichttag
Gegen Waldkraiburg veranstaltet der ECP einen Blaulichttag, an dem alle Mitglieder von Blaulichtorganisationen freien Eintritt zum Spiel haben. Damit möchte der Verein sich bei all den Helferinnen und Helfern im Alltag bedanken, die bei ihren Einsätzen zunehmend auch Anfeindungen ausgesetzt sind.
Buchloe
Sicherlich ein etwas besseres Abschneiden hatte man sich in Buchloe erhofft. Der ECP-Gegner im letztjährigen Play-Down -Finale hatte während des Sommers für seine Verhältnisse enorm aufgerüstet und mit den Verteidigern Alexander Thiel und Dieter Orendorz, sowie Stürmer Joey Lewis alleine drei Stammspieler vom Zweitligisten ESV Kaufbeuren verpflichtet. Nachdem während der Saison der langjährige Kontingentspieler Michal Petrak den deutschen Pass erhalten hat, wurde mit dem Kanadier Mateo Cabral nochmals nachgelegt. Doch trotz aller Verstärkungen droht nun erneut die Abstiegsrunde.
Saisonaus für Oliver Eckl

Als deren Teilnehmer stehen die Pfaffenhofener schon länger fest. Das ECP-Trainerduo Markus Muhr/Markus Welz ist derzeit wirklich nicht zu beneiden. Während andere Teams ihren Kader weiter aufrüsten, brechen ihm immer wieder wichtige Spieler weg. Nach David Felsöci und Marlon Wolf fällt jetzt auch Oliver Eckl voraussichtlich bis Saisonende aus, der sich in Peißenberg schwerer verletzt hat als zunächst vermutet. So kommt ihnen nun die schwere Aufgabe zu, ihre Mannschaft bis zum Beginn der Abstiegsrunde so vorzubereiten, dass sie dort bestehen kann. Vor allem muss die hohe Fehlerquote der letzten Spiele deutlich reduziert werden.


