ERSTE erneut als Stolperstein?

Sechs Spieltage vor Abschluss der Hauptrunde der Bayernliga spitzt sich der Kampf um die Play-Off-Plätze immer mehr zu. Während die ERSTE schon längere Zeit mit der Vergabe nichts mehr zu tun hat, stecken die beiden Gegner des Wochenendes noch mittendrin. Sowohl der TSV Peißenberg, bei dem die Pfaffenhofener am Freitag (20 Uhr) antreten müssen, als auch der EV Dingolfing, am Sonntag (17:30 Uhr) zu Gast in der Stadtwerke-Arena stehen derzeit auf Pre-Play-Off-Plätzen und benötigen dringend jeden Punkt, um diese zumindest zu verteidigen oder vielleicht doch noch den Sprung unter die besten sechs zu schaffen, was die direkte Qualifikation bedeuten würde. 

Nur ungern werden sich deshalb beide Gegner an das Hinspiel erinnern, denn beide mussten sich im ersten Aufeinandertreffen überraschend der ERSTEN geschlagen geben und büßten dadurch wichtige Punkte ein, die vielleicht in der Endabrechnung fehlen könnten. Beide haben also noch eine Rechnung offen und werden sicherlich alles daransetzen, dass sich der Außenseiter nicht erneut als Stolperstein erweist. Gerade in der jetzigen Saisonphase würde jeder weitere Punktverlust doppelt schwer wiegen.

Sowohl Peißenberg als auch Dingolfing zeigten sich zuletzt in guter Form. Die Miners konnten fünf der letzten sechs Partien für sich entscheiden, während die Niederbayern nach einem kleinen Durchhänger vor Weihnachten zuletzt drei Erfolge in Serie feiern konnten. Peißenberg gilt seit Jahren als Angstgegner des ECP. Seit Corona gingen alle Duelle gegen die Miners verloren, ehe man Mitte November beim 5:2 auf eigenem Eis die Negativserie endlich einmal durchbrechen konnte. Peißenberg verfügt über einen eingespielten Kader, der sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert hat. Mit dem Deutsch-Slowenen Dejan Vogl und dem Kanadier Ryan Murphy sind die beiden Bayernliga-Topscorer der Vorsaison nach wie vor mit dabei. Und mit Weiland Parrish kam ein treffsicherer Neuzugang hinzu, der bereits 22mal ins Schwarze getroffen hat. Wie die Pfaffenhofener die Miners, so kann der EV Dingolfing getrost den ECP als Angstgegner bezeichnen. In der Tabelle war man zuletzt zwar immer vor den Hallertauern platziert, die direkten Duelle gingen allerdings meist verloren. In sechs der letzten sieben Pflichtspiele verließ der ECP als Sieger das Eis. So auch im Hinspiel, als man beim 6:5 Erfolg alle drei Zähler mit nach Hause nahm. Die wollen sich die Isar Rats jetzt natürlich wieder zurückholen und die Form spricht auch eindeutig für die Gäste. Die hatten letzten Freitag noch in Burgau mit 12:4 gewonnen, während sich der ECP zwei Tage später dem Schlusslicht zuhause geschlagen geben musste und dabei alles andere als gut ausgesehen hatte. Gefährlichste Angreifer des EVD sind die beiden Nordamerikaner Blake Luscombe und Mitch Walinski, sowie der Deutsch-Tscheche David Zucker.

Man darf gespannt sein, wie das Trainergespann Markus Muhr/Markus Welz die Mannschaft einstellt. Die hat erstaunlicherweise meist dann die besten Leistungen an den Tag gelegt, wenn sie als klarer Außenseiter gegolten hat, während gegen Teams aus den unteren Tabellenregionen oft nur sehr wenig gelingen wollte. 

Karl Oexler

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